Über 'Der Apriorist'

Sie werden sich zunächst zurecht die Frage stellen: Warum heißt diese Seite „Der Apriorist“?

Ein Apriori (lat.: a priori - „vom Früheren her“) ist eine analytische Aussage, die deshalb wissenschaftlich anwendbar ist, weil sie allein schon aufgrund der Vorbedingungen erkenntnistheoretische Gültigkeit erlangt, ohne auf empirische Erfahrung zurückgreifen zu müssen. Jeder mathematische Beweis funktioniert auf diese Art. Aprioris sind aber nicht nur in der Mathematik anwendbar, sondern auch in vielen Bereichen des menschlichen Handelns. Etwas zu beantworten, setzt z.B. voraus, dass eine entsprechende Handlung vorangegangen ist, auf die man antworten kann. Mit anderen zu kooperieren setzt z.B. voraus, andere als über sich selbst verfügende Personen anzuerkennen. Solche Urteile sind elementar für das Verständnis in den Sozialwissenschaften. Die Sozialwissenschaften werden aber leider schon seit Jahrhunderten durch den Empirismus angetrieben, vor allem seit den 1950er Jahren, weil dieser es methodisch erlaubt, von apriorischer Wahrheit Abstand zu nehmen, um die dahinter liegenden politischen Zwecke zu verfolgen.

Folglich ist Der Apriorist ein wissenschaftliches Online-Journal in der Tradition des rationalen Denkens. Es ist interdiziplinär und beschäftigt sich mit allen Themen sogenannter Sozialwissenschaften: Dazu gehört Wirtschaft, Soziologie, Geschichte, Philosophie, Politik, die Rechtswissenschaften und Biologie - und damit einschließlich Psychologie und Evolution. Das Journal sieht seine Aufgabe vor allem in der Darstellung einer umfangreichen sozialen Theorie der Praxeologen der Österreichischen Schule. Der Markt wird dabei als wesentlicher Drehpunkt und Schauplatz menschlichen Handelns betrachtet. Durch diese Breite macht das Journal nicht halt vor Themen, die ein tieferes Verständnis verlangen, wie zum Beispiel ökonomische Zusammenhänge, die Beziehung zwischen Zentralismus und Sezession, Handel und Gesellschaft, die Geschichte der Ideen, die historischen Ursprünge von Staaten, die Analyse der Freiheit in Kultur, Kunst, privaten Vereinbarungen, Religion, den politischen Wandel, Strategien zur Umsetzung von Freiheit, die wechselnden Ideologien der Linken und Rechten, die Rolle der Machteliten und Intellektuellen, der Einfluss der Imperialisten, die Aufgabe des Geldsystems, die Wohlfahrtswirkung der Akteure, die Wirkung von Interventionen, um nur einiges zu nennen, aber nicht zuletzt auch die Frage nach der wissenschaftlichen Methode selbst. Darum ist 'Der Apriorist' auch ein Angebot für den breiten Lehrbetrieb und nicht bloß ein marginalisierbares Produkt für Liebhaber.

Apriorist:
Ludwig von Mises

Als Vorbild für Aufbau und Inhalt dienen Publikationen staatlich unabhängiger Institute wie insbesondere Libertarian Papers, das Journal for Libertarian Studies des Ludwig von Mises Instiutes, The Independent Review von The Independent Institute und Springers Review of Austrian Economics. Da wir im angelsächsischen Raum auf eine intensive wissenschaftliche Tradition der 'Österreicher' zurückblicken können, kann das Journal auf ein erstklassiges Artikelmaterial zurückgreifen.

Der Apriorist behält sich vor, sachlich, schlicht und übersichtlich zu bleiben. Außer dem Abstract zu jedem Artikel, weniger sinnvoller Übersichten und Abbildungen - reduziert es persönliche Zutaten auf das Notwendige und verzichtet auf journalistische Effekthascherei. Ziel des Journals ist es dem kritischen akademischen Leser zu befriedigen und auch im Mainstream der deutschsprachigen Sozialwissenschaften als zitierfähige Grundlage zu dienen bzw. enzyklopädische Quellen zu geben.

Außerdem gibt es zu verschiedenen aktuellen Themen Link-Listen mit der wichtigsten Literatur. Da diese auf dem Laufenden gehalten werden müssen, sind sie nur als dynamisches Web-Angebot gedacht. In diesem Zusammenhang hat sich ein weiteres Medium ergeben: Mit 'Der Apriorist - Abstracts' können wir die wichtigsten Zusammenfassungen aus den Fachzeitschriften sammeln und kategorisieren.

Das Angebot teilt sich in unterschiedliche Ausgabe-Medien ein. Kernstück ist das Journal mit dem Arbeitstitel 'Der Apriorist - Online-Journal'. Dieses enthält Beiträge, die eine anspruchsvolle Revision überstanden haben. Da wir aber nicht alle Beiträge auf die Schnelle im Journal veröffentlichen können oder wollen, gibt es noch weitere Bereiche. Arbeitspapiere, die uns als solche eingereicht werden, können ohne grosse Bedenken auch unter 'Arbeitspapiere' eingestellt werden. Artikel, die noch der Verbesserung oder Überprüfung bedürfen, kommen zunächst in die Revision. Dieser Bereich ist nicht für alle einsehbar, da dies seitens der Autoren unerwünscht sein kann. Aber sie sind für den Kreis der Gutachter gedacht, die dem Autor wichtige Tipps geben können. Wenn sie den Review positiv überstanden haben, werden sie in das Journal gestellt; wenn hingegen Bedenken bestehen, können sie immer noch ein Arbeitspapier oder etwas anderes werden.

Da 'Der Apriorist' ein Online-Journal ist, gibt es keine gebündelte Ausgabe. Jeder Beitrag ist eine separate Ausgabe, die im PDF- und DOC-Format erhältlich ist und im DIN-A4-Format leicht selbst ausgedruckt werden kann. Wir behalten uns aber vor, die Beiträge thematisch zu sammeln und später im Buchverlag als sinnvolle Sammlung im Druck herauszugeben. Ein anderer Vorteil dieses Online-Angebotes ist es, problemlos einen Beitrag nach Änderungen des Autors neu auflegen zu können. Für einen Print-Verleger wäre das umständlich und teuer, für uns nicht.

Trotzdem sind die Kosten das leidige Thema. Da die Internet-Benutzer meist nicht an kostenpflichtige Angebote im Internet gewöhnt sind, verlangt apriorist.de keine Bezahlung, wenn Sie dies als Leser ablehnen. Trotzdem sind wir alle auf Ihre Unterstützung angewiesen. Ohne Ihre Bereitschaft lässt sich dieses Angebot nicht aufrecht erhalten. Bitte denken Sie daran, dass der Bestand und der Ausbau dieses Angebots ausschließlich von Ihrer Nachfrage abhängt. Wir erwarten keine Spenden, sondern nur die Bezahlung der von Ihnen genutzten Beiträge, wenn sie Ihnen gefallen oder Sie sie sogar beruflich nutzen. Um die Beiträge zu lesen, melden Sie sich bitte kostenlos an. (Siehe Registrierung.)

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